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		<title>YYNI.DE Neu-Isenburg</title>
        <description>Das Blog von Kati Conrad und Oliver Hatzfeld</description>
        <link>https://yyni.de</link>
		<lastBuildDate>Sun, 29 Mar 2026 12:47:27 +0000</lastBuildDate>
					<item>
							<title><![CDATA[Laterne, Laterne…]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/laterne-laterne]]></link>
							<pubDate>So., 29 März 2026 14:47:24 +0200</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
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							<description><![CDATA[Heute schreiben wir über ein wirklich erhellendes Thema: Laternen! Eine flächendeckende Straßenbeleuchtung wurde in Paris bereits im 17. Jahrhundert eingeführt. Weitere große Städte folgten, in Frankfurt gab es 1707 die ersten fünf Öllaternen auf dem Römerberg. Im Jahr 1762 waren es bereits 1604 Laternen, die durchs ‚Laternenamt’ verwaltet und von sogenannten ‚Lampenfüllern’ bei Einbruch der]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>Heute schreiben wir über ein wirklich erhellendes Thema: Laternen! Eine flächendeckende Straßenbeleuchtung wurde in Paris bereits im 17. Jahrhundert eingeführt. Weitere große Städte folgten, in Frankfurt gab es 1707 die ersten fünf Öllaternen auf dem Römerberg. Im Jahr 1762 waren es bereits 1604 Laternen, die durchs ‚Laternenamt’ verwaltet und von sogenannten ‚Lampenfüllern’ bei Einbruch der Dämmerung einzeln angezündet wurden. Seitdem haben die Straßenlaternen sich weiterentwickelt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden sie zentral mit Gas versorgt, später dann elektrifiziert. Heute werden die Laternen sukzessive auf LED-Technik umgestellt, auch Neu-Isenburg modernisiert nach und nach die alte Beleuchtung.</p>
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<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Doch Straßenlaternen können noch mehr. Sie können ihre Leistung dimmen, wenn niemand vorbeikommt, bei Bewegungen automatisch heller werden und „mitlaufen“. Über eingebaute Sensoren können sie auch Verkehrsdaten erfassen, um Ampelsteuerungen und damit den Verkehrsfluss zu optimieren, sie können freie Parkplätze erkennen und die Info an ein Parkleitsystem weitergeben. Sie messen Umwelt- und Wetterdaten, wodurch Winterdienst und Bewässerung gezielt gesteuert werden können. Der Füllstand von Mülleimern kann erkannt und an Dienstleistungsbetriebe weitergegeben werden. Und noch vieles mehr.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Gestern hatte der Watt Club zu einem Vortrag über smarte Straßenbeleuchtung ins Cineplace eingeladen. Guido Schick, Geschäftsführer der Stadtwerke Dietzenbach, berichtete über das dort laufende Modellprojekt. Die in der Kreisstadt eingesetzten LED-Straßenlaternen sparen dort bereits rund 100.000 Euro im Jahr an Energiekosten, „smarte“ Verwendungszwecke sollen nun nach und nach erprobt werden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Eine Stadt, die digitale Technologien und vernetzte Daten nutzt, um Infrastruktur, Verkehr und Ressourcen effizienter zu steuern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, wird als ‚Smart City‘ bezeichnet. Auch Neu-Isenburg hatte sich 2021 auf den Weg zur Smart City gemacht, eine Strategie wurde erstellt, Handlungsfelder definiert – und auch hier und da mal etwas umgesetzt wie zum Beispiel das Parken mit einer App in den städtischen Tiefgaragen, die digital gesteuerte Bewässerung bei einigen Bäumen im Birkengewann oder die Digitalisierung des Info-Turms vor der Hugenottenhalle. Inzwischen dümpelt die Smart City Strategie aber leider wieder vor sich hin, die parlamentarische Arbeitsgemeinschaft wurde auf Eis gelegt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der Stand, über den wir 2023 berichtet hatten, hat sich nicht nennenswert verändert:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

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<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir finden, die Digitalisierung in der Stadt kann viele Vorteile und Erleichterungen für die Bewohner bringen und sollte weiter vorangetrieben werden. 2024 hatten wir hier von einer Smart City Tour durch Kassel berichtet und einige spannende Anwendungsbeispiele beschrieben:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

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<!-- wp:paragraph -->
<p>In der neuen Legislaturperiode werden wir uns dafür einsetzen, das Thema weiter voranzubringen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Doch zurück ins Cineplace. Im Anschluss an den Vortrag von Herrn Schick und eine Fragerunde nahmen wir dann an der Earth Hour teil. Seit 2007 wird jedes Jahr im März für eine Stunde das Licht ausgeschaltet, um ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. So saßen wir gemütlich noch beim Kerzenschein zusammen. Danke an den Watt Club für die Einladung!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Fun Fact zum Schluss: Es gibt in Frankfurt noch Gaslaternen! Bis 2025 hätten sie zurückgebaut werden sollen, doch das ist nicht gelungen. Ende 2024 waren es immer noch fast 3000. Bis 2030 sollen sie nun direkt auf LED umgestellt werden. Eine einzige Gaslaterne produziert 1,5 Tonnen CO2 im Jahr, etwa so viel wie ein Auto.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

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<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9138-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/03/IMG_9138-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[Attacke statt Verantwortung]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/attacke-statt-verantwortung]]></link>
							<pubDate>Sa., 21 Feb. 2026 18:58:17 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
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							<description><![CDATA[Am 15. März ist Kommunalwahl – das sind noch knapp drei Wochen und es zeigen sich die ersten Risse im Bild eines fairen Wahlkampfs mit einer souveränen Regierungspartei, die sich sicher ist, auch nach der Wahl stärkste politische Kraft zu werden: Die CDU zeigt Nerven und teilt an ihre Mitbewerber aus. Nachvollziehbar, denn die eigene]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>Am 15. März ist Kommunalwahl – das sind noch knapp drei Wochen und es zeigen sich die ersten Risse im Bild eines fairen Wahlkampfs mit einer souveränen Regierungspartei, die sich sicher ist, auch nach der Wahl stärkste politische Kraft zu werden: Die CDU zeigt Nerven und teilt an ihre Mitbewerber aus.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Nachvollziehbar, denn die eigene Finanzpolitik fällt ihr mittlerweile auf die Füße. Die Partei stellt seit 16 Jahren den Kämmerer und hat als Bilanz ein 29-Millionen-Haushaltsdefizit in einem nur noch auf ein Jahr kalkulierten Haushalt hinterlassen. Der Verweis auf allgemeine kommunale Defizite ist dabei eine Nebelkerze, denn anders als andere Kommunen hat Neu-Isenburg kein Einnahmeproblem, sondern ein Ausgabeproblem: Die Ausgaben wurden in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, wichtige bereits beschlossene Projekte in der Finanzplanung nicht berücksichtigt, bei der Haushaltskonsolidierung wurde sich mit Kleinstbeträgen verzettelt. Der hessische Rechnungshof hat in seiner Analyse bei fast allen Fachbereichen in der Verantwortung des Kämmerers zu hohe Ausgaben im Vergleich zur angebotenen Leistung und vor allem im Vergleich zu anderen Kommunen ähnlicher Größe angemahnt. Konsequenzen wurden daraus nicht gezogen. So steht man nun vor einem finanzpolitischen Scherbenhaufen und die Bürger fragen zu Recht: Wieso haben wir eigentlich kein Geld?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Angebliche Entlastung will die CDU jetzt durch Aufgabe eines Projektes erreichen, mit dem sie schon seit dem Ausscheiden ihres Kulturdezenten Theo Wershoven fremdelt: mit dem Umbau der baufälligen Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek zu einem Kultur- und Bildungszentrum. Statt ein Finanzierungskonzept vorzulegen, Einsparpotentiale im Haushalt ernsthaft anzugehen, Finanzierungsverpflichtungen zu reduzieren und sich um Fördermittel zu bemühen, gibt sie jetzt öffentlich bekannt, das Projekt nicht mehr weiter verfolgen zu wollen. Eine Zumutung für alle möglichen künftigen Koalitionspartner und ein deutlich negatives Signal an die Neu-Isenburger Stadtgesellschaft, an Vereine und Kulturschaffende.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Transparenz wird vermieden, denn der Umbau der Stadtbibliothek und Hugenottenhalle zum Kultur- und Bildungszentrum wird die Stadt in der Finanzierung im Haushalt jährlich zwischen 2 und 4 Millionen kosten. 4 Millionen, wenn man auf Fördermittel verzichtet und die Kosten tatsächlich auf den unbestätigten groben Schätzwert von 85 Millionen steigen. Eine Aufgabe, die für eine Stadt mit jährlichen Ausgaben von 200 Millionen machbar ist, wenn denn der politische Wille vorhanden ist.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Offenbar fühlt sich die CDU durch ihre im Wahlkampf zunehmend verschärfte Position (zunächst: man sei nur bereit, bis 85 Millionen mitzugehen; dann: 63 Millionen seien für die CDU schlicht nicht hinnehmbar; nun: das Projekt sei gar nicht mehr realisierbar) in die Enge getrieben und versucht, sich durch die Diffamierung politischer Mitbewerber wieder Luft zu verschaffen. Die Behauptung, wer am Projekt festhalte, sei gegen Kinderbetreuung (nebenbei: eine kommunale Pflichtaufgabe), ist schlicht falsch.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Es ist interessant zu sehen, wie schnell das Selbstbewusstsein der CDU im Wahlkampf dahingeschmolzen ist und wie sie auf Attacke umschaltet. Statt ihre Verantwortung anzunehmen und mit Argumenten für ihre Position zu werben, beginnt sie Unwahrheiten über ihre Mitbewerber zu verbreiten. Das ist kein guter Stil und findet hoffentlich keine Nachahmer.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/02/5f362b76-1739-425d-a655-bd891ead0edf-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/02/5f362b76-1739-425d-a655-bd891ead0edf-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[HuHa-Umbau: Zukunft oder Kapitulation wählen?]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/huha-umbau-zukunft-oder-kapitulation-waehlen]]></link>
							<pubDate>Fr., 13 Feb. 2026 17:58:57 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
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							<description><![CDATA[Zum geplanten Umbau von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek hören wir gerade im Wahlkampf viele Meinungen und viele Versprechen. Die Podiumsdiskussion zum Umbau von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek hat gezeigt: Alle sprechen darüber – aber nicht alle meinen dasselbe. Klar ist nur eines: Die Halle muss bis März 2027 schließen. Damit muss aus den bisherigen politischen Willensbekundungen eine konkrete Weichenstellung]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>Zum geplanten Umbau von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek hören wir gerade im Wahlkampf viele Meinungen und viele Versprechen. Die Podiumsdiskussion zum Umbau von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek hat gezeigt: Alle sprechen darüber – aber nicht alle meinen dasselbe. Klar ist nur eines: <a href="https://yyni.de/hugenottenhalle-vom-leuchtturmprojekt-zur-betonwueste">Die Halle muss bis März 2027 schließen.</a> Damit muss aus den bisherigen politischen Willensbekundungen eine konkrete Weichenstellung werden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>In der Debatte zeigten sich zum ersten Mal deutliche Risse in der bisher von allen vorgetragenen Einigkeit in Bezug auf die Unterstützung für das Gesamtprojekt. Knackpunkt sind natürlich die Kosten, für die noch keine konkreten Zahlen auf dem Tisch liegen. Nach Schätzungen auf Basis des Siegerentwurfs wird in der offiziellen Drucksache dazu von 63 Millionen ausgegangen. Andere gehen dagegen eher von 85 Millionen aus. Doch selbst für die 2018 geschätzten 42 Millionen hat der Kämmerer bisher in seiner Finanzplanung nichts berücksichtigt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Für uns YSENBURGER! steht fest: Wir wollen das Kultur- und Bildungszentrum so schnell wie möglich als Gesamtprojekt umsetzen – auf Basis des <a href="https://yyni.de/hugenottenhalle-ein-entwurf-der-alle-gluecklich-macht">Siegerentwurfs des Wettbewerbs</a>. Das ist für uns soziale Infrastruktur und zugleich ein Standortfaktor. Wer Neu-Isenburg attraktiv und lebendig halten will, braucht einen funktionierenden, integrierten Ort für Kultur, Bildung und Begegnung – nicht nur eine technisch sanierte Veranstaltungshalle im veralteten Baukörper.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die FDP vertritt hier eine ähnliche Position wie wir, betont wie wir die Notwendigkeit des Projektes, spricht sich ebenfalls für die Realisierung auf Basis des Siegerentwurfs aus und ist genau wie wir bei der Aufteilung in Bauabschnitte skeptisch.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Für die Öffentlichkeit versuchen die Koalitionäre – CDU und Grüne – über den Vorschlag „Bauabschnitte“ zu bilden, eine gemeinsame Linie zu formulieren und tatsächlich gegensätzliche Positionen zu verstecken. Während die Grünen am Projekt festhalten wollen und die Bauabschnitte als möglichen Weg dorthin akzeptieren würden, möchte die CDU die Abschnittsbildung nutzen, um das Projekt nach der Sanierung der Halle zu stoppen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die CDU hatte zunächst innerhalb der Podiumsdiskussion für sich selbst eine harte Kostenobergrenze von 85 Millionen definiert, was darüber hinaus geht, sei für sie nicht machbar. Kurz darauf verkündete der Parteivorsitzende Carlos Gomez in einem Social Media Video, dass alles über 63 Millionen mit der CDU nicht machbar sei. Bereits heute ist allen (auch der CDU) klar: Die finale Kostenschätzung, die derzeit vom Architekturbüro erarbeitet wird, wird höher ausfallen. Wenn eine derart harte Kostenobergrenze gesetzt wird, obwohl intern bereits deutlich von höheren Größenordnungen ausgegangen wird, ist das kein „Finanzieren in Etappen“, sondern faktisch ein Ausstiegsszenario. Dann wird „Bauabschnitt“ zur freundlichen Verpackung für die Abkehr vom Gesamtkonzept. Es bedeutet die Absage in Raten – erst Halle, irgendwann vielleicht Bibliothek, und am Ende kein Kultur- und Bildungszentrum, sondern ein aufgegebenes Leitbild. Mit diesem Vorstoß, jetzt im Kommunalwahlkampf macht die CDU klar, was sie von ihren künftigen Koalitionspartnern erwarten wird.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>In der letzten Stadtverordnetenversammlung der Legislaturperiode hat die CDU nachträglich nun auch noch den einstimmigen Beschluss zur Vergabe der weiteren Planungsstufen und der Kostenermittlung kritisiert, den sie selbst mitgetragen hat und ist mittlerweile der Auffassung, dass das Projekt unabhängig von der Kostenermittlung zu teuer ist. Die CDU will nicht weitermachen und möchte nur die Veranstaltungshalle sanieren, das wurde nun mehrfach deutlich und da helfen auch motiviert klingende Formulierungen im Wahlkampf nichts. Bei einem integrierten Entwurf klingt abschnittsweises Bauen zwar nach Pragmatismus, führt in der Praxis jedoch zur teuren und riskanten Zerstückelung. Technik, Brandschutz und Betrieb lassen sich nicht beliebig in Etappen zerlegen, ohne zusätzliche Schnittstellen, Provisorien und Doppelstrukturen zu schaffen – und damit neue Kosten und neue Verzögerungen. Wenn wir den Siegerentwurf anschauen wird schnell klar: Das gesamte Konzept lebt davon, dass die beiden Gebäudeteile auf mehreren Ebenen miteinander verbunden sind – und auch heute schon teilen sie sich komplexe Systeme wie z.B. die Lüftung, die nicht einfach geteilt werden können.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die SPD bekannte sich in der Diskussion zum Gesamtprojekt, kündigte aber an, nochmal eine Verkleinerung zu prüfen. Diese Idee ist alles andere als harmlos. Nicht nur würde eine kleinere Veranstaltungshalle für Vereine (z.B. Fastnachtssitzungen, mit denen die Vereine sich finanzieren) weniger Einnahmen bedeuten. Es müsste auch die gesamte Planung aus dem Siegerentwurf verändert und die Kosten neu ermittelt werden – ein Prozess, der jetzt schon Jahre dauert. Kostenoptimierung innerhalb des Entwurfs ist normal – eine grundlegende Neubewertung von Raumprogramm und Kriterien bedeutet dagegen schnell, dass man sich vom Wettbewerbsresultat entfernt. Wer nachträglich am Kern der Aufgabenstellung dreht, riskiert nicht nur ein schlechteres Ergebnis, sondern auch neue Diskussionen, neue Planungsrunden und damit das, was bei Bauprojekten am sichersten ist: steigende Kosten und&nbsp; Zeitverlust.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Unser Fazit: Neu-Isenburg braucht Klarheit statt Formelbegriffe. Ein Kultur- und Bildungszentrum kann nicht mit politischen Schein-Kompromissen geschaffen werden, die auf dem Papier gut klingen, sich aber in der Praxis gegenseitig ausbremsen. Die anstehende Kommunalwahl entscheidet darüber, ob das Gesamtprojekt professionell umgesetzt oder noch in diesem Jahr beendet wird.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/02/C3194090-FD1D-40FA-9346-E4A998A0C72D-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/02/C3194090-FD1D-40FA-9346-E4A998A0C72D-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[Hugenottenhalle – unsere Antwort im ‚Isenburger‘]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/hugenottenhalle-unsere-antwort-im-isenburger]]></link>
							<pubDate>Do., 15 Jan. 2026 10:53:36 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
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							<dc:modified>2026-01-15 10:55:48</dc:modified>
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							<description><![CDATA[In der Dezember-Ausgabe der Stadtillustrierten ‚Isenburger’ wurden die im Stadtparlaemnt vertretenen Fraktionen um eine Stellungnahme zur Hugenottenhalle gebeten. Dort hieß es: Ein neues Herz für Neu-Isenburg Unsere Hugenottenhalle – ein Ort voller Erinnerungen, Emotionen und Geschichte.&nbsp;Seit fast fünf Jahrzehnten ist sie unsere Bühne für tolle Konzerte, Treffpunkt für Vereine, Ort für Feste, Ausstellungen und Begegnungen.]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>In der Dezember-Ausgabe der Stadtillustrierten ‚Isenburger’ wurden die im Stadtparlaemnt vertretenen Fraktionen um eine Stellungnahme zur Hugenottenhalle gebeten. Dort hieß es:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Ein neues Herz für Neu-Isenburg</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Unsere Hugenottenhalle – ein Ort voller Erinnerungen, Emotionen und Geschichte.&nbsp;Seit fast fünf Jahrzehnten ist sie unsere Bühne für tolle Konzerte, Treffpunkt für Vereine, Ort für Feste, Ausstellungen und Begegnungen. Generationen von Neu-Isenburgern verbinden persönliche Momente mit ihr – vom ersten Konzertbesuch bis zur Abiturfeier. Doch die Zeit ist nicht spurlos an unserer Hugenottenhalle vorbeigegangen: Das Gebäude aus den 1970er-Jahren ist technisch und baulich am Limit.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Nun soll ein neues Kapitel beginnen. Geplant ist der Umbau zu einem modernen&nbsp;Kultur- und Bildungszentrum, das Musik, Kunst, Lernen und Begegnung miteinander verbindet – ein sogenannter&nbsp;„Dritter Ort“, offen für alle Generationen. Hier sollen Stadtbibliothek, Volkshochschule, Musikschule und Veranstaltungshalle künftig unter einem Dach zusammenfinden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Beschlossen wurde das von den Stadtverordneten bereits, und in einem Gestaltungswettbewerb wurde im letzten Jahr ein Siegerentwurf gekürt. Wir könnten loslegen – doch der Weg dorthin sorgt für Diskussionen. Hohe Baukosten, offene Finanzierungsfragen und ein langer Zeitplan bis zur Fertigstellung stellen Politik und Verwaltung vor große Herausforderungen. Gleichzeitig steht viel auf dem Spiel: die Zukunft eines zentralen Stücks unserer Stadtidentität – und die Frage, wie Neu-Isenburg in den kommenden Jahrzehnten Kultur, Bildung und Gemeinschaft leben will.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir haben alle Fraktionen im Stadtparlament gefragt: <br><strong>Was versprechen Sie sich vom Umbau der Hugenottenhalle und warum ist das gerade jetzt wichtig?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Das ist die Stellungnahme unserer Fraktion DIE YSENBURGER!:</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der Umbau ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung unserer Stadt! Bei ihrer&nbsp;Eröffnung 1977 galten&nbsp;Hugenottenhalle und Stadtbibliothek als moderne Orte des städtischen Lebens. Doch seither hat sich die Welt verändert: Wir lernen, arbeiten und kommunizieren vernetzter denn je. Technologien wie Künstliche Intelligenz und Big Data eröffnen durch die gemeinsame Nutzung von Daten völlig neue Möglichkeiten – und auch unsere Kultur- und Bildungslandschaft entwickelt sich weiter, schafft durch Verknüpfungen neue Angebote.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Bibliotheken</strong>&nbsp;sind längst nicht mehr nur auf das Ausleihen von Büchern beschränkt – aus dem stillen Lesesaal ist ein Ort der Begegnung für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt geworden. Die Stadtbibliothek ist schon heute ein lebendiger Raum des Austauschs. Hier wird in Arbeitsgruppen zusammen gelernt oder bei einer Tasse Kaffee diskutiert, es wird zunehmend digital gearbeitet, Lesungen oder Ausstellungen finden in den Räumlichkeiten statt. Doch der Platz in unserer bestehenden Bibliothek reicht nicht aus, das Angebot um genau die Bereiche zu erweitern, die immer stärker nachgefragt werden. Um den wachsenden Bedürfnissen gerecht zu werden – etwa für Makerspaces, kreative Werkstätten oder neue Lernformate und Workshops – braucht sie dringend mehr Platz.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die&nbsp;<strong>Hugenottenhalle</strong>&nbsp;steht vor noch größeren Herausforderungen. Nach Jahrzehnten intensiver Nutzung kann sie ab 2027 in ihrer jetzigen Form nicht weiterbetrieben werden. Und klar ist: Wenn wir hier lediglich sanieren und reparieren, bleiben wir – trotz hoher Kosten – immer noch mit dem Raumkonzept aus den 70ern zurück. Künstler wie Depeche Mode, Judas Priest und Peter Maffay, die zu den Glanzzeiten der Hugenottenhalle dort auftraten, wird das nicht mehr zu uns locken – ohne Erneuerung droht ein schleichender Niedergang. Heute braucht eine Veranstaltungshalle mehr, um attraktiv zu sein: flexible Räume, moderne Technik und Formate, die Kunst, Kultur und Publikum näher zusammenbringen. Die Halle soll wieder zu einem Anziehungspunkt für Künstler und für engagierte Bürgerinnen und Bürger werden. Auch das kulturelle Angebot hat sich weiterentwickelt. Theaterinszenierungen binden Besucher und Passanten in die Handlung ein, Kunst wird durch virtuelle Realität erlebbar – man kann buchstäblich in ein Kunstwerk eintauchen. All das verlangt nach Räumen, die offen, wandelbar und technisch auf dem neuesten Stand sind.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>So stoßen die beiden 50 Jahre alten Gebäudeteile räumlich und technisch an ihre Grenzen. Für ein modernes, gemeinsames Kultur- und Bildungsangebot müssen sie zusammengedacht und um neue Angebote erweitert werden – als lebendiger Treffpunkt mitten in Neu-Isenburg. Ein ‚Dritter Ort‘ ist mehr als ein Gebäude: Er bringt Menschen niederschwellig und ohne Konsumzwang zusammen, ganz unabhängig von Herkunft, Alter oder Bildungsstand. Das stärkt die Stadtgesellschaft, fördert Demokratie und Inklusion.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Gerade jetzt ziehen sich immer mehr Menschen in ihre eigenen digitalen Welten zurück und Innenstädte verlieren durch den Onlinehandel an Attraktivität – da braucht es Orte, die Verbindung schaffen. Ein modernes Kultur- und Bildungszentrum bietet genau das. Mit dem Entwurf des Architekturbüros AFF liegt uns ein Konzept vor, das den vertrauten Charakter des Gebäudes erhält, den Raum aber öffnet und um gemeinsame Bereiche sowie&nbsp;um Platz für Volkshochschule und Musikschule erweitert. So entstehen nicht nur Synergieeffekte, sondern auch ein Anziehungspunkt für Menschen aus der Region. Neu-Isenburg wird lebenswerter für die Bewohner und mit einem vielfältigen Kulturangebot auch attraktiver für Unternehmen und ihre Mitarbeiter.&nbsp;Eine starke Wirtschaft sichert durch Gewerbesteuer wiederum die Entwicklung der Stadt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Diskussion um die angeblich zu hohen Kosten greift an dieser Stelle zu kurz. Der Umbau von Hugenottenhalle und Stadtbibliothek ist eine Investition in die Zukunft der Stadt. Andere Kommunen mit weit größeren Haushaltsdefiziten zeigen längst, dass sich solche Projekte umsetzen lassen – wenn der politische Wille da ist.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ursprünglich veröffentlicht in der <a href="https://wort-kunst-werk.de/">Stadtillustrierten ‚Isenburger‘</a> im Dezember 2025.</p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/04/83722FB0-14E2-458B-B3A6-05D8212CEC7F-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/04/83722FB0-14E2-458B-B3A6-05D8212CEC7F-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[RTW: Können wir aussteigen?]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/rtw-koennen-wir-aussteigen]]></link>
							<pubDate>Fr., 09 Jan. 2026 13:40:04 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
							<dc:identifier>4345</dc:identifier>
							<dc:modified>2026-01-09 16:07:08</dc:modified>
							<dc:created unix="1767966004">2026-01-09 13:40:04</dc:created>
							<guid isPermaLink="true"><![CDATA[https://yyni.de/rtw-koennen-wir-aussteigen]]></guid><category>49</category>
							<description><![CDATA[Kann und sollte Neu-Isenburg aus dem Projekt RTW aussteigen? Diese Frage wird von Neu-Isenburger Bürgern aufgrund der zweistelligen Millionenbeträge, die die Stadt trotz knapper Kassen dafür aufbringen muss, immer häufiger gestellt. Wir möchten hier diese Frage so gut wie möglich beantworten. Kurz zur Erinnerung: Die Regionaltangente West (RTW) ist eine Schienenprojekt, das direkte Verbindungen zwischen]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>Kann und sollte Neu-Isenburg aus dem Projekt RTW aussteigen? Diese Frage wird von Neu-Isenburger Bürgern aufgrund der zweistelligen Millionenbeträge, die die Stadt trotz knapper Kassen dafür aufbringen muss, immer häufiger gestellt. Wir möchten hier diese Frage so gut wie möglich beantworten.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Kurz zur Erinnerung: Die Regionaltangente West (RTW) ist eine Schienenprojekt, das direkte Verbindungen zwischen dem Taunus (Bad Homburg und Oberursel), dem Main-Taunus-Kreis (Eschborn und Sulzbach), dem Frankfurter Flughafen und dem Kreis Offenbach (Neu-Isenburg und Dreieich) schafft, ohne dass Fahrgäste in Frankfurt umsteigen müssen. Damit ist sie für viele ein Hoffnungsträger für bessere Verbindungen und eine Entlastung vom Autoverkehr.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:image {"id":4346,"sizeSlug":"large","linkDestination":"none"} -->
<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/01/9ed99af9-1a76-4e8c-9222-07945a60305c-1024x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-4346"/><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://www.regionaltangente-west.de">www.regionaltangente-west.de</a></figcaption></figure>
<!-- /wp:image -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>In der Grafik kann man erkennen, dass für Neu-Isenburg ein extra Abzweig gebaut wird, für den die Stadt sich damals noch stark eingesetzt hat. Der geplante Süd-2-Ast zweigt ab Neu-Isenburg S-Bahnhof ab und fährt auf der ehemaligen Güterzug-Strecke entlang der Carl-Ulrich Straße über die Kreuzung beim Isenburg Zentrum bis ins Birkengewann – mit vier neuen Haltepunkten: Wilhelm-Leuschner Straße, NI-Zentrum, Am Trieb und Birkengewann. Ihr seht auf dem Plan auch, dass die Strecke aufgeteilt ist in RTW 1 (mit einem Abzweig bis ins Birkengewann) und RTW 2 (mit Abzweigen einmal ins Nordwestzentrum und einmal nach Bad Soden). Wir gehören zur RTW 1 und können ohne Umsteigen auch nur die Haltepunkte auf der Strecke 1 erreichen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Nutzen für Neu-Isenburg: Was spricht für die RTW?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die RTW ist als tangentiale Verbindung gedacht – also gerade für Wege, die heute häufig am Auto hängen, über Umwege laufen oder durch die überlastete Frankfurter Innenstadt führen. Für Neu-Isenburg soll das drei positive Effekte haben:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>1. <strong>Bessere Erreichbarkeit&nbsp;in mehrere Richtungen</strong> ohne den Zwang über Frankfurt als zentralem Knoten zu fahren. Das ist für Pendler und Alltagstermine relevant.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>2. <strong>Aufwertung des Wirtschaftsstandorts</strong>. Nachhaltige Erreichbarkeit ist ein wichtiger Faktor für Unternehmen und Beschäftigte – gerade, wenn man Fachkräfte gewinnen will, die nicht täglich mit dem Auto fahren möchten.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>3. <strong>Entlastung vom Verkehr und positive Auswirkung aufs Klima</strong>. Das funktioniert aber nur, wenn Takt, Zuverlässigkeit und Anschlussqualität stimmen. Schiene hilft nicht automatisch, sie hilft dann, wenn sie praktisch ist.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Nach Studien der hinzugezogenen Fachbüros soll Neu-Isenburg um ca. 3000 Kfz/24h vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Insgesamt soll der Autoverkehr inklusive Binnen-, Ziel- und Quellverkehr sogar um 26.000 Kfz/24h zurückgehen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Und welche Bedenken gibt es?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Bei allen geplanten Verbesserungen für die Erreichbarkeit Neu-Isenburgs, den Standort und eine klimafreundliche Mobilität sind die auf Neu-Isenburg umgelegten Kosten mittlerweile von 23 auf 46 Millionen Euro gestiegen und übersteigen damit die Leistungsfähigkeit des städtischen Haushalts deutlich. Gleichzeitig verzögert sich das Projekt immer wieder um mehrere Jahre und weitere erhebliche Kostensteigerungen und Budgeterhöhungen sind zu erwarten.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>So wächst die Sorge, dass am Ende vor allem eines bei uns hängen bleibt:&nbsp;eine riesige <a href="https://yyni.de/ortsdurchfahrt-und-rtw-was-bringen-wir-auf-die-strasse">finanzielle Dauerbelastung</a>, die mit jedem neuen Beschluss größer wird. Zusätzlich sind viele Bürger entsetzt darüber, wieviele Bäume gefällt werden müssen und stellen sogar den Nutzen der neuen Bahn für Neu-Isenburg gänzlich infrage: Ist ein 30-Minuten-Takt für den innerstädtischen Bereich, der in 30 Minuten auch zu Fuß bewältigt werden kann, überhaupt sinnvoll? Wie würden die Neu-Isenburger das Angebot nutzen, vor allem wenn es erstmal nur die bestehenden, bereits heute knappen Parkplätze am S-Bahnhof geben wird und das ursprünglich geplante Parkhaus kaum finanzierbar erscheint? Mit Reisegepäck zum Flughafen? Einkaufsbummel entlang der Ortsdurchfahrt oder im Nordwestzentrum? Besuch im Stadion? Sind das Nutzungsszenarien, bei denen die RTW uns einen Mehrwert bringt oder geht das alles jetzt schon genauso gut? Und brauchen wir das Geld nicht an anderer Stelle dringender – zum Beispiel für dem Umbau der baufälligen Hugenottenhalle oder die längst überfällige Umgestaltung der Frankfurter Straße?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>All das legt die Frage nah: Kann die Stadt das Ganze nicht einfach bleibenlassen? Doch „Aussteigen“ ist kein einfacher politischer Knopfdruck. Es ist ein Zusammenspiel aus&nbsp;kommunalpolitischen Beschlüssen,&nbsp;gesellschaftsrechtlichen Regeln&nbsp;und einer&nbsp;Finanzierungslogik, das besonders beim Neu-Isenburger Abschnitt&nbsp;Süd 2&nbsp;seine Problematik entfaltet.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Kann die Stadt überhaupt aussteigen?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn Neu-Isenburg ernsthaft aus dem RTW-Projekt heraus will, bräuchte es zunächst eine klare Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung,&nbsp;die festlegt, was&nbsp;genau gemeint ist – „nur" der Rückzug aus der Gesellschaft oder ein kompletter Stopp. Das sind die vorstellbaren Optionen:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>1. <strong>Der Ausstieg aus der Gesellschaft</strong> und damit auch aus den Finanzierungsverpflichtungen. Die RTW wird weiterhin gebaut, aber die Neu-Isenburger Anteile werden vom Kreis Offenbach übernommen, so wie das beispielsweise auch für Dreieich geregelt ist. Neu-Isenburg verliert dabei auch das Stimmrecht in der Gesellschaft.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>2. <strong>Der komplette Ausstieg aus dem Projekt</strong>: Neu-Isenburg ist kein Gesellschafter der RTW GmbH mehr und möchte auch die Bahn nicht mehr in der Stadt haben. In diesem Fall wäre die einzige Haltestelle der Neu-Isenburger Bahnhof.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir schauen diese Szenarien mal genauer an:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Szenario 1: Raus aus der Gesellschaft – und die RTW kommt trotzdem!</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Als Mitglied der RTW-Planungsgesellschaft hat Neu-Isenburg Stimm-Anteile von 1,33%. Der Anteil an der Finanzierung basiert hingegen auf den zu erwartenden Fahrgastzahlen und liegt weit höher: Hier tragen wir 7,6% der Gesamtkosten. Wenn wir aus der Gesellschaft aussteigen, verlieren wir beides.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Entlassung aus der finanziellen Verpflichtung wäre natürlich wünschenswert, aber als Hauptargument gegen den Ausstieg wird häufig vorgebracht: Ohne unser Stimmrecht haben wir keinen Einfluss mehr darauf, was entschieden wird. Aber haben wir denn bisher Einfluss gehabt? Wie schon erwähnt haben wir nur 1,33% der Stimmen in der Gesellschaft und fast alles wird über Mehrheitsentscheidungen geregelt. In den meisten Fällen können wir gar nicht wirksam (mit)entscheiden. Bei allem, was für Neu-Isenburg in der Vergangenheit ungünstig entschieden wurde (extreme Kostensteigerung, Verteilungslogik bei der Finanzierung, Verzögerungen bei der Planfeststellung, zeitverzögerte Umsetzung, usw.), haben wir daher nichts ausrichten können.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Szenario 2: Komplett raus – was würde das bedeuten?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn wir uns die Möglichkeit des kompletten Ausstiegs anschauen, wird schnell klar: Dass das in diesem Stadium noch umgesetzt werden kann, ist extrem unwahrscheinlich. Alle Zusagen für Fördermittel basieren auf einer Nutzen-Kosten-Untersuchung (NKU), die eine Streckenführung bis ins Birkengewann berücksichtigt. Dasselbe gilt für die Taktung der Züge. Würde der ganze Neu-Isenburg-Stummel (Abschnitt Süd 2) wegfallen, müsste all das neu bewertet werden, die Gesellschaft riskiert den Wegfall von Förderungen und Probleme bei der Taktung. Ein Fass, dass niemand gerne aufmachen möchte.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Dazu kommt ein technischer Punkt: Für den Betrieb der gesamten RTW 1, die ja unseren Bahnhof anfährt, braucht es in Neu-Isenburg auf jeden Fall&nbsp;eine Wendemöglichkeit. Wieviel Schiene dafür nötig ist, ist noch unklar. Vielleicht reichen 100 Meter direkt bei den Fischer-Lucius-Kleingärten, vielleicht würde die Bahn auch weiter in die Stadt geführt und würde dann – ziemlich ungünstig – irgendwo mitten auf der Carl-Ulrich-Straße enden. Auch dann, wenn wir gar keine RTW mehr wollen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Kurz: Egal ob wir aussteigen oder nicht, wir kriegen auf jeden Fall etwas, da wir Teil des Gesamtprojekts RTW sind.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Was lässt der Gesellschaftervertrag zu – und was nicht?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Für einen möglichen Ausstieg aus der Gesellschaft sind folgende Regelungen im Vertrag relevant:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Erstens:&nbsp;Neu-Isenburg kann seine Gesellschaftsanteile nicht einfach so abgeben.&nbsp;Die Abgabe bzw. jede Verfügung über Geschäftsanteile braucht einen&nbsp;einstimmigen&nbsp;Beschluss der Gesellschafterversammlung. Das bedeutet: Selbst wenn Neu-Isenburg morgen beschließt „wir wollen raus“, braucht es eine Einigung mit den anderen Partnern, die den Anteil übernehmen und dem auch formell zustimmen. Wegen des gesellschaftlichen Finanzierungsprinzips kann nur der Kreis Offenbach die Anteile übernehmen, in dessen Gebiet die zu erwartenden Fahrgastzahlen fallen. Er hatte die Anteile damals an Neu-Isenburg abgetreten.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Zweitens: Beschlüsse über Budgeterhöhungen können von den Gesellschaftern nur einstimmig getroffen werden! Das soll die einzelnen Gesellschafter vor finanzieller Überlastung schützen und das ist auch die einzige Möglichkeit, bei der kleine Gesellschafter wie wir echten Einfluss nehmen können.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Bereits im Oktober 2024 hatten wir YSENBURGER! deshalb den Antrag gestellt, der Budgeterhöhung&nbsp;nur dann zuzustimmen, wenn Neu-Isenburg im Gegenzug aus der Gesellschaft aussteigen kann&nbsp;– und damit aus der langfristigen Finanzierungsverpflichtung. Unser Antrag wurde von der Regierungskoalition <a href="https://yyni.de/rtw-so-wurde-entschieden">abgelehnt</a>, obwohl die sich daraus ergebende Überlastung für den städtischen Haushalt in der Entscheidungsvorlage sehr deutlich gemacht wurde.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Neu-Isenburg hat hier erst wieder ein echtes Druckmittel in der Hand, wenn über eine erneute Erhöhung des Budgets entschieden werden muss, denn hier ist wieder die&nbsp;Einstimmigkeit&nbsp;Voraussetzung. Ein solches Vetorecht kann weitreichende Folgen haben, denn wenn es dadurch zu Verzögerungen kommt, wird es schnell sehr teuer. Beim letzten Mal wurde diese Chance leider vergeben, doch sie kommt garantiert wieder – und dann muss verantwortungsbewusst entschieden werden!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Abschnitt Süd 2: kein Kandidat für die schnelle Umsetzung</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Unser Neu-Isenburger Planfeststellungsabschnitt bringt einige Komplikationen mit sich. Er reicht weit in die Stadt hinein und löst damit zwangsläufig einige Konflikte, Betroffenheiten und Eingriffe in den Straßenraum aus: innerstädtische Verkehrsführung, Querungsmöglichkeiten, Parkplätze, Erreichbarkeit für die Feuerwehr, Lärmentwicklung, Interessen von Anwohnern und vieles mehr. Genau solche Abschnitte werden in großen Infrastrukturprojekten gern zu Kandidaten für „später“,&nbsp; weil Projektträger unter Druck zuerst das realisieren wollen, was sich unkompliziert genehmigen, bauen und finanzieren lässt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Für den Start des Projekts ist unser Abschnitt Süd 2 da erstmal entbehrlich. Für uns kann das aber schlimmstenfalls bedeuten, dass die Bauabschnitte zeitlich so weit gestreckt werden, dass die RTW erstmal nur bis zur Wilhelm-Leuschner-Straße, später bis zur Frankfurter Straße und eines Tages vielleicht ins Birkengewann fährt. Eine unserer wichtigsten Haupt-Verkehrsachsen wäre über viele Jahre eine Baustelle, der Stau wäre schlimmer denn je, die Erreichbarkeit der Anlieger wäre eingeschränkt und der Entwicklung der Gewerbegebiete würde damit erstmal geschadet statt genutzt. Für die RTW GmbH hingegen wäre es der Weg zu einem früheren Betriebsstart und würde gleichzeitig einen Teil der Baukosten auf später verschieben. Mit Blick auf unseren bescheidenen Stimmenanteil von 1,33% ahnt man es schon: All das passiert, egal ob wir dafür oder dagegen sind. Der Verlust unseres Stimmrechts ist also in der Praxis irrelevant – ganz im Gegensatz zum Wegfall der enormen Finanzierungsverpflichtungen!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Welche finanziellen Risiken stehen Neu-Isenburg noch bevor?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wenn Neu-Isenburg weiterhin an der Finanzierung beteiligt bleibt, ergibt sich für uns selbst bei der sehr hohen Förderung ein hoher kommunaler Anteil mit dem Risiko von weiteren Kostensteigerungen und Zeitverschiebungen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ein weiteres Thema ist dabei nicht nur der Prozentsatz der Förderung, sondern der&nbsp;Zeitpunkt, wann das Geld tatsächlich fließt. In den öffentlichen Fördertabellen wird für zentrale Abschnitte mit Abflüssen bis 2030 gerechnet, gleichzeitig gibt es aber auch Posten, die als „Rest“&nbsp;nach 2030&nbsp;erscheinen. Parallel wird öffentlich die Erwartung formuliert, die Bahn solle „um 2030“ fahren. Daraus ergibt sich eine ganz einfache Frage, die bisher nicht offen gestellt wird:&nbsp;Wenn gebaut und fertiggestellt werden soll, bevor die letzten Fördermittel fließen – wer finanziert die Lücke?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ganz klar, sie muss über Zwischenfinanzierung geschlossen werden: über höhere Umlagen der Gesellschafter, über Kredite der Gesellschaft oder über andere Brückenkonstruktionen. Und genau dort entstehen die Risiken für den städtischen Haushalt: Liquiditätsdruck, Zinslasten, zusätzliche Haushaltsbelastungen, die bei kritischer Finanzlage besonders weh tun. Diese Vorfinanzierungsfrage hätte Teil der Entscheidung sein müssen: Bereits in der Drucksache zur Budgeterhöhung stand, dass die finanzielle Belastung Neu-Isenburg überfordern wird – ohne eine Exit-Option. In Aussicht gestellte finanzielle Erleichterungen über den kommunalen Finanzausgleich sind nach der Zustimmung der Stadt zur Budgeterhöhung wieder zurückgenommen worden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"fontSize":"medium"} -->
<p class="has-medium-font-size"><strong>Fazit</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Eine ernüchternde Erkenntnis: Wer die RTW gerne hätte, muss Verzögerungen und Kostenexplosionen hinnehmen. Wer keine RTW möchte, kriegt sie trotzdem, denn ein kompletter Ausstieg aus dem Projekt RTW&nbsp; oder auch nur der Stopp der Verlängerung ins Birkengewann sind unrealistisch. Für die Gesellschaft hat höchste Priorität: Die RTW muss fahren! Neu-Isenburg hängt mit drin und kann den Schaden nur durch eine Änderung bei der Finanzierung begrenzen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir werden weiterhin fordern dass Neu-Isenburg künftigen Budgeterhöhungen nur zustimmt, wenn gleichzeitig ein sauberer Ausstieg aus der Gesellschaft und der damit verbundenen Finanzierungsverpflichtung ermöglicht wird. Was vielleicht ein bisschen nach Erpressung klingt, ist für kleine Gesellschafter wie uns der einzige Weg, wichtige Zukunftsprojekte für unsere Stadt zu sichern. Wenn wir schon die Umsetzungsmodalitäten der RTW nicht wirklich beeinflussen können, müssen wir wenigstens unsere finanzielle Handlungsfähigkeit wieder herstellen. Die Weiterentwicklung unserer Stadt steht für uns YSENBURGER! an erster Stelle.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph {"style":{"elements":{"link":{"color":{"text":"#1b9d0d"}}},"color":{"text":"#1b9d0d"}}} -->
<p class="has-text-color has-link-color" style="color:#1b9d0d">Auf unserem WhatsApp Kanal gibt es eine Umfrage zum Thema RTW. Macht doch mit und abonniert den Kanal auch gerne! Zum WhatsApp Kanal <strong><a href="https://whatsapp.com/channel/0029Vb7A7aQEFeXmUMU1Tu3e">Wir sind YSENBURGER!</a></strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/01/08992BAF-AB82-43C4-BB25-084B67B563EA-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/01/08992BAF-AB82-43C4-BB25-084B67B563EA-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[Neu-Isenburg, Stadt des…?]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/neu-isenburg-stadt-des]]></link>
							<pubDate>Mo., 05 Jan. 2026 11:03:18 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
							<dc:identifier>4339</dc:identifier>
							<dc:modified>2026-01-05 12:26:37</dc:modified>
							<dc:created unix="1767610998">2026-01-05 11:03:18</dc:created>
							<guid isPermaLink="true"><![CDATA[https://yyni.de/neu-isenburg-stadt-des]]></guid><category>55</category>
							<description><![CDATA[Auf der Suche nach einer Identität Der Kunstkritiker Karl Scheffler sagte einmal: „Berlin ist dazu verdammt, ewig zu werden und niemals zu sein.“ Neu-Isenburg hingegen scheint dazu verdammt, ewig zu planen und niemals umzusetzen. Wie werden wir wieder von der Stadt der Machbarkeitsstudien zur Stadt des…na, was eigentlich? Was ist die Identität Neu-Isenburgs? Wo wollen]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p><em>Auf der Suche nach einer Identität</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der Kunstkritiker Karl Scheffler sagte einmal: „Berlin ist dazu verdammt, ewig zu werden und niemals zu sein.“ Neu-Isenburg hingegen scheint dazu verdammt, ewig zu planen und niemals umzusetzen. Wie werden wir wieder von der Stadt der Machbarkeitsstudien zur Stadt des…na, was eigentlich? Was ist die Identität Neu-Isenburgs? Wo wollen wir überhaupt hin? Und mit all den Großbaustellen die uns noch bevorstehen –&nbsp;<strong>was wollen wir werden?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Viele Bürger sind heute unzufrieden mit dem Stadtbild, kritisieren den Stillstand in vielen Bereichen. Wichtige identitätsstiftende Orte werden immer unattraktiver oder entwickeln sich nicht weiter. Die Frankfurter Straße und der Alte Ort sollen seit Jahren im Rahmen des Stadtumbauprogramms entwickelt werden, doch bisher ist nichts passiert. Die Hugenottenhalle muss spätestens 2027 schließen und wird dann jahrelang leerstehen, der beschlossene Umbau zu einem Kultur- und Bildungszentrum wird gerade wieder von einigen in Frage gestellt. Andere Gebiete wie zum Beispiel der Buchenbusch verändern sich zwar, verlieren durch Nachverdichtung aber mehr und mehr ihren ursprünglichen Charakter. Die Stadtteile Gravenbruch und Zeppelinheim fühlen sich abgehängt und mit ihren Problemen nicht ernstgenommen – um das, was sie haben, müssen sie kämpfen, damit es nicht verschwindet. Neue, gerade erst entstehende Projekte wie die RTW oder das Stadtquartier Neue Welt haben es bisher noch nicht geschafft, die Herzen der Bürger zu erobern und oft hört man „Man hat uns ja nicht nach unserer Meinung gefragt!“.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Im Rathaus wird häufig über Projekte beraten, von denen die übrigen Bürger nichts mitbekommen. Hinter den Plenarsaaltüren werden Machbarkeiten ausgelotet, ohne zu wissen, was sich daraus entwickeln soll. Wenn wir uns wieder stärker mit unserer Stadt verbunden fühlen möchten, müssen wir uns zuallererst als Gemeinschaft verstehen. Bürger und Politiker müssen sich über gemeinsame Ziele verständigen um dann Entscheidungen in diesem Sinne treffen zu können. Noch fehlt aber diese Linie, dieser Masterplan. Welche Stadt wollen wir gerne sein? Neu-Isenburg war mal als Stadt im Walde bekannt, später als Stadt der tausend Sänger…doch was ist heute die Seele Neu-Isenburgs?</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Viele Städte tragen ihre Identität bereits im Namen: Wissenschaftsstadt Darmstadt, Kulturstadt Weimar, Grüne Stadt Freiburg, Barockstadt Fulda – und Neu-Isenburg ist seit letztem Jahr offiziell Hugenotten- und Waldenserstadt! Unsere Vorfahren waren Macher. Gründer, denen es gelungen ist, eine gerodete Waldlichtung in eine neue Heimat umzuwandeln. Sie erkannten, dass gerade inmitten von Schwierigkeiten die Möglichkeiten liegen! Aufbruch und Gestaltungswille sollten eigentlich Teil der DNA unserer Stadt sein. Von Hugenotten gegründete Städte sind nicht im Mittelalter organisch „irgendwie“ gewachsen. Sie wurden am Reißbrett geplant – funktional und modern für ihre Zeit. Dabei waren Handwerk, Bildung, Begegnungsstätten für die Gemeinschaft und demokratische Strukturen wichtig. Lasst uns die Zukunft ebenfalls mutig planen und unsere Stadt gemeinsam gestalten! Das ist doch ein schönes Leitbild für das Werden und Sein Neu-Isenburgs!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht in der <a href="https://wort-kunst-werk.de/">Stadtillustrierten ‚Isenburger‘</a>, Ausgabe Dezember 2025.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/01/image0-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2026/01/image0-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[Ein Haushalt ohne Kompass]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/ein-haushalt-ohne-kompass]]></link>
							<pubDate>So., 14 Dez. 2025 16:38:58 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
							<dc:identifier>4330</dc:identifier>
							<dc:modified>2025-12-14 16:40:47</dc:modified>
							<dc:created unix="1765730338">2025-12-14 16:38:58</dc:created>
							<guid isPermaLink="true"><![CDATA[https://yyni.de/ein-haushalt-ohne-kompass]]></guid><category>21</category><category>47</category>
							<description><![CDATA[Haushaltrede unseres Fraktionsvorsitzenden Dr. Oliver Hatzfeld zum Haushalt 2026 Am Ende eines Jahres erzählt ein städtischer Haushalt immer zwei Geschichten. Die eine handelt davon, wie verantwortungsvoll in den vergangenen Jahren mit dem Geld der Bürger umgegangen wurde. Die andere davon, welche Pläne eine Stadt für ihre Zukunft hat. Der jetzt vorgelegte Entwurf tut beides nur]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p><em>Haushaltrede unseres Fraktionsvorsitzenden Dr. Oliver Hatzfeld zum Haushalt 2026</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Am Ende eines Jahres erzählt ein städtischer Haushalt immer zwei Geschichten. Die eine handelt davon, wie verantwortungsvoll in den vergangenen Jahren mit dem Geld der Bürger umgegangen wurde. Die andere davon, welche Pläne eine Stadt für ihre Zukunft hat.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Der jetzt vorgelegte Entwurf tut beides nur halb. Es ist ein reiner&nbsp;<strong>Einjahreshaushalt</strong>. Das ist kein technisches Detail, sondern eine politische Aussage: Die finanziellen Konsequenzen der bisherigen Entscheidungen sollen&nbsp;<strong>vor der Wahl </strong>nicht auf den Tisch. Was auf Neu-Isenburg in den kommenden Jahren wirklich zukommt, soll erst danach offen ausgesprochen werden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Dabei ist jedem klar: Auch der Haushalt 2027 muss ausgeglichen werden. Die unangenehmen Antworten liegen auf der Hand – höhere Gebühren, steigende Steuern, womöglich eine Straßenbeitragssatzung, vielleicht sogar die Schließung des Schwimmbads. Nicht, weil das irgendjemand ernsthaft will, sondern weil über Jahre versäumt wurde, den Haushalt entschlossen zu konsolidieren und am Ende die Kommunalaufsicht die Entscheidungen für uns treffen könnte. Wir YSENBURGER! sagen: Genau darüber muss man&nbsp;<strong>jetzt</strong>&nbsp;reden – nicht irgendwann später.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Verpasste Chancen der letzten Jahre</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wer verstehen will, warum wir heute an diesem Punkt stehen, muss auf die letzten drei Jahre zurückschauen. In dieser Zeit wurden viele Chancen vergeben, unsere Anträge abgelehnt und die Lage des Haushalts weiter verschärft.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Obwohl in der offiziellen Stadtverordneten-Drucksache zur RTW klar von einer finanziellen Überlastung des städtischen Haushalts die Rede war, hat die Stadt Neu-Isenburg – beschlossen mit der Koalitionsmehrheit – auf das Vetorecht als Gesellschafterin verzichtet und der RTW weitere 23 Millionen Euro aus Neu-Isenburg zugesagt. Damit wurden langfristige Verpflichtungen eingegangen, die uns heute massiv einschränken.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Hinweise des Hessischen Rechnungshofs auf auffällige Kostenstrukturen – insbesondere im Bereich der Kinderbetreuung – wurden nicht ernsthaft aufgearbeitet. Statt sich die Gesamtsituation anzuschauen und auf den Prüfstand zu stellen – also freiwillige Leistungen, Betriebskosten und hohe Zuweisungen an private Träger – wurde alles auf höhere Gehälter und niedrige Elternbeiträge geschoben. Das ist bequem, aber löst das Problem nicht. Als der Kämmerer Dezernent dieses kostenintensivsten Bereichs wurde, hätten viele erwartet, dass er dort klare Prioritäten setzt, Strukturen überprüft und Ausgaben stabilisiert. Tatsächlich steigen die Kosten unkontrolliert weiter. Dieser Bereich ist nicht einmal an Ausgabenstabilität gebunden und von der Haushaltssperre ausgenommen. Probleme werden mit Geld zugeschüttet.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Parallel dazu hat die Koalition die Modernisierung der Verwaltung mit der Ablehnung <a href="https://yyni.de/modern-und-effizient-frischer-wind-fuer-die-verwaltung">unseres Antrags</a> dazu zuerst gestoppt und am Ende verzögert. Damit fehlen uns heute Einsparpotenziale, die längst hätten wirken können – durch Digitalisierung, effizientere Abläufe und eine schlankere Organisation.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Zu all diesen Punkten haben wir YSENBURGER! konstruktive Anträge gestellt. Sie wurden abgelehnt. Wenn heute behauptet wird, es habe keine Alternativen gegeben, ist das schlicht falsch.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Unterm Strich bleiben als „Konsolidierung“ außer verkürzten Öffnungszeiten im Bürgeramt nur höhere Gebühren und Steuern übrig. Und wenn im Endbericht zur Konsolidierung aus tatsächlichen 200.000 Euro realer Einsparung mit Rechentricks plötzlich 14 Millionen zusammengerechnet werden, dann zeigt das vor allem eines: Der Koalition ist das Ergebnis ihrer Konsolidierung selbst peinlich.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Gebrochene Versprechen</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Koalition ist nicht ohne Ansprüche gestartet. Im Koalitionsvertrag war von vorausschauender Haushaltsführung die Rede, vom Ausschöpfen aller Einsparpotentiale bevor es an Steuererhöhungen geht, von klar geregelter Finanzierung großer Projekte, vom Ausbau der Hugenottenhalle, von einem Zielbild für die Frankfurter Straße – und von vielem mehr. Heute müssen wir festhalten: Nichts davon wurde eingelöst.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Koalition hat, so scheint es, mittlerweile&nbsp; ihre Orientierung verloren. Sie verlässt sich auf die Führung ihres Kämmerers, der diese Rolle nicht ausfüllen kann, und arbeitet darauf hin, unangenehme Entscheidungen erst nach der Wahl zu treffen. Dass die Modernisierung der Verwaltung dringend notwendig ist, sieht offenbar selbst die Regierungsmehrheit mittlerweile ein, greift auf unseren alten Antrag, den sie früher abgelehnt hat, zurück und bringt ihn selbst neu ein – wenn auch mit inhaltlichen Fehlern.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Das Zeugnis der Haushaltsführung fällt deshalb schlecht aus: Konsolidierungsversprechen wurden gebrochen, strukturelle Probleme nicht angegangen, politische Bequemlichkeit war wichtiger als Transparenz. Der Kompass für die Zukunft fehlt: Zentrale Entscheidungen werden bewusst vertagt, Risiken und Belastungen nicht offen benannt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Die Stadt muss sich weiterentwickeln – und die Politik auch</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die Menschen in Neu-Isenburg haben längst verstanden, dass große Wahlkampfsprüche allein nichts verändern. Slogans wie „Einfach mal machen“ oder „Wir packen es an“ klingen gut auf Plakaten – aber sie zahlen keine Rechnungen, sie entlasten keine Verwaltung und sie stabilisieren keinen Haushalt, sie gestalten nicht. Der Eindruck ist: Die Koalition versteht ihre Rolle inzwischen vor allem darin, zu verhindern, dass jemand anders das tut, was sie selbst tun müsste.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir YSENBURGER! setzen dem ein anderes Politikverständnis entgegen. Wir glauben, dass man Herausforderungen nicht dadurch löst, dass man sie verschweigt oder schönrechnet. Finanzielle Probleme lassen sich nicht wegmoderieren. Sie lassen sich nur lösen, wenn die Menschen verstehen, worum es geht, welche Optionen es gibt und welche Konsequenzen unterschiedliche Entscheidungen haben.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Unsere Vorschläge: Transparenz, Beteiligung, Verantwortung</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><a href="https://yyni.de/alles-prima-in-neu-isenburg-keine-veraenderung-noetig">Unsere Anträge zu diesem Haushalt</a> folgen genau dieser Linie. Wir wollen eine Verwaltung, die sich nicht nur „irgendwie weiterentwickelt“, sondern klar auf Effizienz und Zukunft ausgerichtet ist. Dafür braucht es ein langfristig formuliertes Einsparziel, das mit Digitalisierung, schlankeren Abläufen und moderner Organisation hinterlegt ist. Ohne Ziel kein Kurs, ohne Kurs kein Erfolg.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir wollen Stadtteile, die stärker Verantwortung übernehmen können. Stadtteilbudgets würden es ermöglichen, vor Ort schneller und näher an den Bedürfnissen der Menschen zu entscheiden – und gleichzeitig die Ortsbeiräte stärken. Bürgerbeteiligung ist dann nicht nur ein Wort in einem Flyer, sondern wird haushalterisch sichtbar.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir wollen, dass Ehrenamtliche und Vereine nicht die Leidtragenden einer verfehlten Konsolidierung sind. Kürzungen, die für den Haushalt fast nichts bringen, aber für Vereine schmerzhaft sind, sind falsch gesetzt. Darum haben wir die Rücknahme der Vereinskürzungen beantragt und für die Musikschule eine Anpassung vorgeschlagen, die dem Herrenberg-Urteil Rechnung trägt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Und wir wollen beim DLB nicht über symbolische Maßnahmen wie die Einsparung einzelner Dogstations diskutieren, sondern dem DLB durch eine klare Zielvorgabe zu ermöglichen, eigenverantwortlich und effizient Einsparungen vorzunehmen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Alle diese Anträge wurden abgelehnt. Aber sie bleiben notwendig.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Warum wir den Haushalt ablehnen</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Am Ende stellt sich eine einfache Frage: Kann man einem Haushalt zustimmen, der die wirklichen Probleme nicht ehrlich benennt, der zentrale Entscheidungen auf die Zeit nach der Wahl verschiebt und der Chancen auf mehr Transparenz und Beteiligung ungenutzt lässt? Wir YSENBURGER! sagen: Nein.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir lehnen diesen Haushalt ab – nicht, weil wir Verantwortung scheuen, sondern weil wir sie ernst nehmen. Ein Haushalt ist mehr als eine Excel-Tabelle. Er ist ein Versprechen an alle Bürger.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Dieses Versprechen muss lauten: Wir sagen euch die Wahrheit. Wir verschweigen keine Lasten. Wir schieben Entscheidungen nicht bequem nach hinten, sondern stellen uns ihnen – gemeinsam mit euch.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Unser Angebot an die Bürgerinnen und Bürger</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir glauben, dass Neu-Isenburg eine Politik verdient, die den Menschen etwas zutraut. Eine Politik, die erklärt, statt zu verschleiern. Die Fehler eingesteht, statt sie zu verstecken. Und die sich nicht davor scheut, auch unpopuläre Wahrheiten auszusprechen, wenn sie notwendig sind.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir wollen, dass Neu-Isenburg finanziell handlungsfähig bleibt – nicht nur im nächsten Jahr, sondern langfristig.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir wollen, dass die Stadt sich weiterentwickelt. Und wir wollen, dass die Bürger nicht Zuschauer sind, sondern mitreden, mitentscheiden, mitgestalten.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Dafür setzen wir uns ein.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/12/0A79B58C-DAB5-4BEE-885D-0A4DC88DAE68-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/12/0A79B58C-DAB5-4BEE-885D-0A4DC88DAE68-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[Alles prima in Neu-Isenburg, keine Veränderung nötig!]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/alles-prima-in-neu-isenburg-keine-veraenderung-noetig]]></link>
							<pubDate>Fr., 12 Dez. 2025 14:10:15 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
							<dc:identifier>4325</dc:identifier>
							<dc:modified>2025-12-12 14:13:31</dc:modified>
							<dc:created unix="1765548615">2025-12-12 14:10:15</dc:created>
							<guid isPermaLink="true"><![CDATA[https://yyni.de/alles-prima-in-neu-isenburg-keine-veraenderung-noetig]]></guid><category>21</category><category>30</category><category>29</category>
							<description><![CDATA[Am Mittwoch sahen wir mal wieder Sterne. Weihnachtssterne – das alljährliche Geschenk der Stadt an uns Stadtverordnete bei der letzten Stadtverordnetenversammlung des Jahres. Sterne sieht man aber auch, wenn man eins übergebraten bekommt – und auch das passt zur letzten Sitzung wunderbar. Wir hatten mehrere Anträge eingebracht, darunter eine Serie, mit der wir erreichen wollten,]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>Am Mittwoch sahen wir mal wieder Sterne. <a href="https://yyni.de/2025-wackliger-plan-trifft-realitaet-trifft-weihnachtsstern">Weihnachtssterne</a> – das alljährliche Geschenk der Stadt an uns Stadtverordnete bei der letzten Stadtverordnetenversammlung des Jahres. Sterne sieht man aber auch, wenn man eins übergebraten bekommt – und auch das passt zur letzten Sitzung wunderbar.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir hatten mehrere Anträge eingebracht, darunter eine Serie, mit der wir erreichen wollten, dass die Neu-Isenburger Bürger mehr einbezogen werden, mehr Verantwortung erhalten. Darüber haben wir Euch bereits in <a href="https://yyni.de/wir-alle-sind-die-stadt">unserem letzten Artikel</a> berichtet. Nun wollen wir Euch erzählen, wie es lief.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Ein eigenes Budget für die Stadtteile</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir hören immer wieder in Gesprächen mit Bürgern aus Zeppelinheim und Gravenbruch, dass sie sich abgehängt und in der Diskussion um die Weiterentwicklung Neu-Isenburgs benachteiligt fühlen. Projekte dort müssen oft hinter den Bedürfnissen der Kernstadt zurückstehen – und um das, was sie haben, müssen sie kämpfen, damit es nicht wegrationalisiert wird.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Die beiden Stadtteile haben eigene Prioritäten. Wir möchten ihnen gerne wieder etwas zutrauen und sie mit mehr Verantwortung für ihre Bedürfnisse ausstatten. Die Ortsbeiräte sind nah an den Bewohnern und ermöglichen in ihren Sitzungen auch eine Beteiligung. Sie können fundierter darüber entscheiden, was im Stadtteil wirklich sinnvoll ist, als die Stadtverordnetenversammlung. Wir haben also vorgeschlagen, die beiden Stadtteile mit einem eigenen Budget auszustatten und mit 100.000 Euro angefangen, damit das schon mal im Haushalt eingeplant werden kann. Die genaue Höhe sollte mit den Ortsbeiräten abgestimmt werden&nbsp; – und auch, ob das Budget an die Einwohnerzahl gekoppelt sein soll oder nicht. Was alles von dem Budget bezahlt werden soll, hätte man dann miteinander ausgehandelt – natürlich wären auch Ausgaben darunter, die aktuell noch an anderer Stelle im Haushalt stehen, wie beispielsweise die Stadtteilfeste.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wichtig war uns, die Ortsbeiräte mit mehr Verantwortung auszustatten und damit in den Stadtteilen Demokratie und Identifikation zu stärken. Was vor Ort entschieden wird, passiert auch. Aus dem Gefühl „wir werden verwaltet von Personen, die gar nicht hier leben“ sollte „wir gestalten unseren Stadtteil“ werden.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Schon in der Haushalts-Klausur hörten wir dazu aus der Koalition: „Das geht ja gar nicht, das ist ja gar nicht zulässig!“ Klar ist, ein Ortsbeirat darf keinen eigenen Haushalt haben, keine Verträge abschließen, keine Verwaltungsakte erlassen. Aber um zu sehen, dass das nicht nur zulässig ist, sondern auch praktiziert wird, müssen wir nur bis nach Frankfurt schauen. Dort haben die Ortsbeiräte alle ein eigenes Budget, das sich an der Einwohnerzahl orientiert und bei dem klar geregelt ist, was davon bezahlt werden muss (z.B. Bänke, Fahrradständer, Begrünung, Markierungen, Aktionen im Stadtteil, Material für Bürgergruppen etc.). Auch in Wiesbaden gibt es eigene Stadtteilbudgets. Außerdem im größenmäßig mit Neu-Isenburg vergleichbaren Hofheim. Im deutlich kleineren Karben wird gerade über die Einführung beraten – übrigens dort eine Initiative der Grünen. Und das noch viel kleinere Bad Soden Salmünster (13.000 Einwohner) gibt als Begründung für seine Stadtteilbudgets explizit Zeitersparnis durch Verkürzung von Entscheidungswegen und Verringerung von Schnittstellen an.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Machbar ist das also. Unsere Hessische Gemeindeordnung (HGO) sieht in §82, Absatz 4 vor: „Der Ortsbeirat kann zur Erledigung bestimmter Aufgaben ermächtigt werden.“ Dazu wird in einer Satzung geregelt, welche Aufgaben der Ortbeirat übernehmen darf und wie Beschlüsse gefasst werden. In den städtischen Haushalt wird dann eine Position eingestellt: „Stadtteilbeteiligung/Stadtteilbudget…“. Wird dann im Ortsteil eine Entscheidung getroffen, wird die an den Magistrat übermittelt. Der prüft, ob das zulässig und machbar ist und führt schließlich aus.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Unser Antrag wurde abgelehnt. Begründung: Brauchen wir nicht! Die Zeppelinheimerinnen Bettina Blüchardt (CDU) und Inge Manus (SPD) erklärten, dass doch alles wunderbar liefe und das die von uns erwähnte Unzufriedenheit eine Erfindung sei, um uns im Wahlkampf zu profilieren. Und überhaupt haben die Zeppelinheimer doch jetzt wieder sonntags einen Bus, ist doch toll! Die Tatsache, dass sich dort eine <a href="https://yyni.de/zeppelinheim-wird-ein-stadtteil-abgehaengt">Bürgerinitiative</a> aus unzufriedenen, engagierten Zeppelinheimern gegründet hat, fiel unter den Tisch. Der Bürgermeister erläuterte, dass wir uns doch als einzige Stadt weit und breit überhaupt die Ortsbeiräte leisten, das reicht doch! (Wir sind zwar tatsächlich die einzige Stadt im Kreis Offenbach, NICHT aber in der Umgebung, siehe Frankfurt etc.) Der Gravenbrucher Ortsvorsteher Eddie Fischer blieb still auf seinem Platz sitzen und meldete sich nicht zu Wort. Wertschätzung für die Stadtteile sieht für uns anders aus.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Ehrenamt stärken</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Mit unserem zweiten Antrag zur stärkeren Beteiligung der Bürger wollten wir den Magistrat beauftragen, ein Konzept zu erarbeiten, wie ehrenamtliche Mitarbeiter die Stadtverwaltung bei ihren Aufgaben unterstützen können.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>In anderen Ländern ist ehrenamtliche Mitarbeit bei Projekten viel weiter verbreitet als in Deutschland. Im Betrieb von Kultur- und Bildungszentren – die Dritten Orte, zu denen eines Tages auch unsere Hugenottenhalle und Stadtbibliothek gehören sollen – spielen sie eine wichtige Rolle. Auch in Neu-Isenburg könnte ehrenamtliches Engagement helfen, die Verwaltung zu entlasten und ein attraktiveres Angebot zu schaﬀen. Im Kulturbereich und bei der Stadtbelebung zum Beispiel – bei der Erweiterung des Angebots der Bibliothek oder bei der Realisierung von Stadtfesten. In den nächsten Jahren gehen die Meisten der ‚Baby Boomer’ in Rente, die geburtenstarke Jahrgänge – also viele! Das bedeutet, dass einerseits viele städtische Mitarbeiter fehlen werden – und andererseits möchten Menschen, die noch fit sind, sich oft noch stundenweise einbringen. Aber das soll dann natürlich Spaß machen, neue Kontakte ermöglichen und kreative Beteiligung zulassen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Und eben weil das Ganze ansprechend sein muss, glauben wir, dass die kürzlich gestartete Ehrenamtsplatform noch nicht ausreicht. Dort werden „Stellengesuche“ für bestimmte Aufgaben aufgelistet, die anderen Teilnehmer sind „anonym“. Die bestehende&nbsp; Ehrenamtssprechstunde ist ebenfalls eine gute Initiative, hat aber den Zweck, ein „offenes Ohr“ anzubieten, ist nicht auf Projektentwicklung ausgelegt. Um die Mitarbeit attraktiv zu machen, müssen die Projekte persönlich vorgestellt werden – vor allem aber müssen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit gemeinsam im Team diskutiert werden. Hier brauchen wir ein erweitertes, gemeinsames Konzept, um spannende Ideen für Neu-Isenburg zu entwickeln.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wichtig finden wir: Ehrenamtliches Engagement kann die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt stärken. Wir alle <em>sind</em> die Stadt und engagieren uns gemeinsam!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>So dachten wir. Doch sogleich wurden daraus absurde Vorwürfe konstruiert. Wir hätten doch schon so viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die würden wir wohl nicht wertschätzen? Und sollen etwa ehrenamtliche Mitarbeiter in der Stadtkasse mitarbeiten? All das hatten wir nie gesagt, aber es musste als Begründung herhalten, unseren Antrag abzulehnen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Bürgerbeteiligung</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ein weiterer Baustein, mit dem wir die Bürger stärker einbeziehen möchten, ist ganz einfach die Bürgerbeteiligung. Bürgerversammlungen sind oft langweilig und werden nicht ausreichend bekanntgemacht. Dementsprechend gering ist das Interesse. Dabei sind die Bürger grundsätzlich bereit, sich einzubringen! Der Wattclub hat jährliche Bürgerversammlungen zu aktuellen Themen sogar als Wunsch an den Weihnachtsmann formuliert und in der Fußgängerzone an den Baum gehängt.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:image {"id":4326,"sizeSlug":"full","linkDestination":"none"} -->
<figure class="wp-block-image size-full"><img src="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/12/IMG_2314.jpeg" alt="" class="wp-image-4326"/><figcaption class="wp-element-caption">Weihnachtswunsch des Wattclubs</figcaption></figure>
<!-- /wp:image -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Und der Weihnachtsmann wäre sicher bereit, zu liefern! Gerade große Verkehrsprojekte – wie etwa die mögliche Verlängerung der Straßenbahn bis nach Langen – prägen unsere Stadt über Jahrzehnte. Bürger dürfen nicht erst Lust auf Beteiligung bekommen, wenn der Bagger schon vor ihrer Haustür steht, denn dann ist es in der Regel zu spät. Wer sich&nbsp; konstruktiv einbringen möchte, muss gut informiert und Teil der Diskussion sein.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir möchten die Bürger nicht länger vor vollendete Tatsachen stellen. Wir wünschen uns einen Austausch, der rechtzeitig offen geführt wird und bei dem alle Pro- und Contra-Argumente erläutert werden. Das Format, das wir uns wünschen, soll Rückmeldungen ermöglichen, gerne mit Elementen wie Workshops oder Podiumsdiskussionen.&nbsp;Durch die Beteiligung der politischen Fraktionen, die ebenfalls ihre Positionen erläutern können, möchten wir ein breites Meinungsspektrum abbilden und das Interesse an politischer Beteiligung stärken. Wenn ein Thema viele Menschen bewegt, sollte am Ende sogar ein Bürgerentscheid möglich sein.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Vielversprechende Ansätze formulierte dazu einst die Koalition aus CDU, Grünen und Freien Wählern:</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>„Für die Diskussion mit der Bevölkerung prüfen wir die Einrichtung unterschiedlicher Diskussionsplattformen, um gemeinsam mit den Entscheidungsträgern im Parlament, im Magistrat und der Stadtverwaltung Stadtentwicklung zu gestalten, mit der wir uns identifizieren können, in der wir uns als Neu-Isenburger wohlfühlen werden.“</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>hieß es in deren Koalitionsvertrag von 2021. Nichts davon wurde in fünf Jahren umgesetzt oder auch nur diskutiert. Wer denkt, dann wird es doch jetzt endlich Zeit und Zustimmung der Koalition zu unserem Antrag erwartet, liegt…falsch! Auch dieser Antrag wurde abgelehnt. Begründung: Wir haben doch bereits suuuuuper Bürgerversammlungen! Es kämen zwar sehr wenig Leute, aber das liegt nicht an der Umsetzung. Das liegt an den Bürgern, die sich nicht interessieren. Es besteht keine Notwendigkeit für ein solches Format.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Tja, liebe Bürger von Neu-Isenburg…nun wisst Ihr, wo Ihr steht. Wir haben allerdings nicht vor, aufzugeben. Im Gegenteil, wir hoffen, dass wir nach der Kommunalwahl mit unserer Wählergruppe DIE YSENBURGER! und mit neuen Kollegen in den anderen Fraktionen mehr für Euch ausrichten können.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Das wünschen wir uns vom Weihnachtsmann.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/12/928f96a2-d54e-4d59-a90c-17d093202c83-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/12/928f96a2-d54e-4d59-a90c-17d093202c83-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[Wir alle sind die Stadt!]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/wir-alle-sind-die-stadt]]></link>
							<pubDate>Do., 04 Dez. 2025 16:56:30 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
							<dc:identifier>4321</dc:identifier>
							<dc:modified>2025-12-12 14:11:40</dc:modified>
							<dc:created unix="1764867390">2025-12-04 16:56:30</dc:created>
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							<description><![CDATA[„We are the ones we’ve been waiting for. We are the change that we seek.“ – Wir sind die, auf die wir gewartet haben. Wir selbst sind die Veränderung, die wir suchen. Das sagte Barack Obama im Präsidentschaftschwahlkampf 2008. Und das stimmt auch für Städte. Wir Bürger sind nicht nur einfache Bewohner, über deren Schicksal]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>„We are the ones we’ve been waiting for. We are the change that we seek.“ – Wir sind die, auf die wir gewartet haben. Wir selbst sind die Veränderung, die wir suchen. Das sagte Barack Obama im Präsidentschaftschwahlkampf 2008. Und das stimmt auch für Städte. Wir Bürger sind nicht nur einfache Bewohner, über deren Schicksal „die da oben“ entscheiden. Wir selbst sind die Stadt, wir selbst können gestalten, wie wir leben wollen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Theoretisch. Doch wenn es um politische Veränderungen, um Entscheidungen für Neu-Isenburg geht, fühlen die Bürger sich einfach nicht mitgenommen, wie wir oft in Gesprächen hören. Politische Entscheidungen wirken intransparent, Diskussionen finden gefühlt im Hinterzimmer statt, und viele Vorhaben werden erst präsentiert, wenn sie praktisch schon beschlossen sind. Politiker erzählen dann häufig lieber das, von dem sie glauben, dass die Menschen es hören möchten, statt offen darüber zu sprechen, wie komplex ein Thema wirklich ist.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Ja, wo laufen sie denn?</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Stell Dir vor, Du hast eine Landkarte, auf der Dein aktueller Standort und das Ziel eingezeichnet sind. Und nun stell Dir vor, die Politiker haben ebenfalls eine Karte. Sie machen sich auf den Weg, das gemeinsame Ziel zu erreichen und Dir fällt auf: Sie laufen ja in die völlig falsche Richtung! Erreichen kannst Du sie aber nicht, und Du beginnst, Dich zu fragen, ob sie vielleicht ihre eigenen Interessen verfolgen und ganz woanders hingehen als vereinbart. Tatsächlich haben die Politiker aber einfach nur eine andere Landkarte. Dort sind nicht nur reale Hindernisse wie Gebirgsketten oder Flüsse verzeichnet, sondern auch parteipolitische Hindernisse, die bestimmte Routen ausschließen. Das macht für sie einen Umweg nötig, den Du auf deiner Karte nicht erahnen kannst und den Du vielleicht auch nicht gehen möchtest. Und dann sind die Politiker plötzlich irgendwo angekommen – es hat viel länger gedauert und es ist auch nicht mehr das vereinbarte Ziel – und erklären: Das ging nicht anders!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wer sich nicht ausreichend informiert und mitgenommen fühlt, bei dem entsteht Misstrauen. Dieses Misstrauen ist einer der Gründe dafür, dass sich Menschen enttäuscht von der Politik abwenden oder aus Protest jene Parteien wählen, die einfache Antworten versprechen. Genau diese Dynamik möchten wir durchbrechen. Politik kann Vertrauen nur dann zurückgewinnen, wenn sie sich öffnet, wenn sie zuhört und wenn sie bereit ist, gemeinsam mit den Menschen vor Ort Entscheidungen vorzubereiten.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Zu den aktuell laufenden Haushaltsberatungen haben wir deshalb drei Anträge vorgelegt, die mehr Beteiligung, mehr Transparenz und mehr Verantwortung für diejenigen fordern, die unsere Stadt jeden Tag leben: die Bürger!</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Bessere Bürgerbeteiligung&nbsp;</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Ein zentraler Baustein ist unser Vorschlag für ein neues Modell der Bürgerbeteiligung. In der Vergangenheit kennen wir Bürgerversammlungen als Veranstaltungen, die selten stattfinden und bei denen durch eine PowerPoint-Präsentation geführt wird, die nur eine von vielen möglichen Vorgehensweisen erörtert. Dementsprechend gering ist das Interesse bei den Teilnehmern.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Doch gerade große Projekte – wie etwa die mögliche Verlängerung der Straßenbahn bis nach Langen – prägen unsere Stadt über Jahrzehnte. Solche Entscheidungen dürfen nicht erst dann öffentlich werden, wenn es kaum noch Gestaltungsspielraum gibt. Unser Antrag schafft einen Rahmen, in dem die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig einbezogen werden können und nicht mehr vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Wir wünschen uns einen Austausch, der offen geführt wird, bei dem alle Pro- und Contra-Argumente erläutert werden und wo die im Stadtparlament vertretenen Fraktionen ihre jeweilige Position darlegen. Wenn ein Thema viele Menschen bewegt, sollte am Ende sogar ein Bürgerentscheid möglich sein.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Stärkung des Ehrenamts</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Vereine sind für den Zusammenhalt unserer Stadtgesellschaft sehr wichtig. Hier wird zusammen organisiert, gefeiert, angepackt. Was hier im Bereich Kultur, Sport und Iseborjer Fastnacht auf die Beine gestellt wird, ist nicht mehr wegzudenken. Die städtischen Zuschüsse dafür werden aber leider immer kleiner – eine erneute Kürzung um 20% hat der Kämmerer für 2026 vorgesehen. Der dadurch eingesparte Betrag macht sich bei der Haushaltskonsolidierung kaum bemerkbar, tut den betroffenen Vereinen aber richtig weh. Wir haben beantragt, diese Kürzungen zurückzunehmen.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Wir möchten aber noch weiter gehen. Auch außerhalb von Vereinen ist ehrenamtliches Engagement sehr wertvoll. In anderen Ländern ist das schon weiter verbreitet als in Deutschland. Aus dem Betrieb von Kultur- und Bildungszentren in den Niederlanden sind ehrenamtliche Helfer beispielsweise nicht mehr wegzudenken. Wir haben beantragt, dass der Magistrat ein Konzept erarbeitet, wie die städtischen Mitarbeiter in ihren Aufgaben durch freiwillige ehrenamtliche Helfer unterstützt werden können, zum Beispiel im Kulturbereich oder bei Stadtfesten. Die gerade vorgestellte Online-Ehrenamtsplatform muss unserer Meinung nach um eine persönliche Vorstellung der Projekte ergänzt werden. Ideen, wie Helfer sich einbringen könnten, sollten schon im frühen Stadium gemeinsam im Team entwickelt werden. Die Zusammenarbeit soll Spaß machen, neue Kontakte ermöglichen und kreative Angebote hervorbringen.&nbsp;Vor allem aber kann sie dazu beitragen, die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu stärken. Die Frage ist dann nicht mehr „Was kann die Stadt für mich tun?“ sondern es heißt „Wir <em>sind</em> die Stadt!“</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><strong>Mehr Verantwortung für die Stadtteile</strong></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Damit wir uns wieder mehr mit unserer Stadt verbunden fühlen, muss man uns auch etwas zutrauen. In Gravenbruch und Zeppelinheim haben viele Bewohner den Eindruck, im politischen Alltag zu kurz zu kommen. Die Ortsbeiräte engagieren sich intensiv, doch ohne eigene Entscheidungsbefugnisse bleibt ihr Handlungsspielraum begrenzt – dabei sind sie doch die direkte Schnittstelle zwischen Politik und den Bürgern in ihrem Stadtteil. Mit eigenen Stadtteilbudgets wollen wir dem entgegenwirken und den Stadtteilen etwas zutrauen. Wenn Gravenbruch und Zeppelinheim jährlich über jeweils 100.000 Euro verfügen können, entsteht echte Handlungsfreiheit – direkt dort, wo die Themen sichtbar und greifbar sind. Vor Ort kann dann entschieden werden, was den Menschen wirklich nutzt – ohne lange Wege, ohne unnötige Verzögerungen, ohne das Gefühl, in der Prioritätenliste der ‚Kernstadt‘ immer hinten anzustehen. Es ist ein Schritt hin zu mehr Eigenverantwortung und zu einer effizienteren Verwendung von Haushaltsmitteln.&nbsp;</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p>Was unsere Anträge verbindet, ist die Überzeugung, dass Demokratie nur dann lebendig bleibt, wenn sie gemeinsam gestaltet wird. Vertrauen entsteht nicht durch perfekte Beschlüsse, sondern durch transparente Prozesse, ehrliche Kommunikation und echte Beteiligung. Wir wollen nicht nur erklären, was wir tun – wir möchten den Raum öffnen, in dem die Bürger mitreden und mitentscheiden können. So stellen wir uns die Zukunft vor: offen, konstruktiv und mit einer Politik, die nicht hinter verschlossenen Türen arbeitet, sondern mitten in der Stadt – gemeinsam mit Euch.</p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
<!-- /wp:paragraph -->

<!-- wp:paragraph -->
<p></p>
<!-- /wp:paragraph -->]]></content:encoded><enclosure url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/12/F1611BB6-2E04-4C15-B170-C778F7FDF2AB-150x150.jpeg"/><media:content url="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/12/F1611BB6-2E04-4C15-B170-C778F7FDF2AB-150x150.jpeg" height="150" width="150" type="image/jpeg"/>		
					</item>
					<item>
							<title><![CDATA[DIE YSENBURGER! treten an!]]></title>
							<link><![CDATA[https://yyni.de/die-ysenburger-treten-an]]></link>
							<pubDate>So., 09 Nov. 2025 18:35:58 +0100</pubDate>
							<dc:creator>Kati Conrad</dc:creator>
							<dc:identifier>4314</dc:identifier>
							<dc:modified>2025-12-12 14:14:19</dc:modified>
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							<description><![CDATA[Juchuh, aus unserer kleinen Fraktion ist eine neue Wählergruppe entstanden. Mit unserer Liste&nbsp;DIE YSENBURGER!, kurz&nbsp;Y!, treten wir am&nbsp;15. März&nbsp;zur Kommunalwahl in Neu-Isenburg an. Mit Ausnahme von uns beiden sind ausschließlich neue Gesichter dabei – engagierte Neu-Isenburgerinnen und Neu-Isenburger, die frische Ideen für ihre Stadt einbringen möchten und hier gut vernetzt sind. Die Chemie in der]]></description><content:encoded><![CDATA[<!-- wp:paragraph -->
<p>Juchuh, aus unserer kleinen Fraktion ist eine neue Wählergruppe entstanden. Mit unserer Liste&nbsp;DIE YSENBURGER!, kurz&nbsp;Y!, treten wir am&nbsp;15. März&nbsp;zur Kommunalwahl in Neu-Isenburg an.</p>
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<p>Mit Ausnahme von uns beiden sind ausschließlich neue Gesichter dabei – engagierte Neu-Isenburgerinnen und Neu-Isenburger, die frische Ideen für ihre Stadt einbringen möchten und hier gut vernetzt sind. Die Chemie in der Gruppe stimmt, die Stimmung ist hervorragend – ein rundum tolles Team, finden wir!</p>
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<p>DIE YSENBURGER!&nbsp;wollen das Selbstverständnis von Politik in Neu-Isenburg verändern. Die Stadtverordnetenversammlung muss endlich wieder Verantwortung für die Gestaltung und Weiterentwicklung der Stadt übernehmen, vor allem aber muss Politik wieder zurück zu den Bürgerinnen und Bürgern gebracht werden. Die Neu-Isenburger müssen über wichtige Themen schon vor Entscheidungen durch das Parlament informiert werden, damit sie Gelegenheit haben, sich zu beteiligen. Wir brauchen wieder gemeinsame Entwicklungsziele – auch für die Stadtteile Gravenbruch und Zeppelinheim, die sich derzeit noch abgehängt fühlen.</p>
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<p>Wir haben bewusst keine Partei gegründet, weil wir nicht nach Parteilinie, sondern sachorientiert und frei entscheiden möchten. Die Rückmeldungen, die wir bisher erhalten haben, sind sehr positiv – das motiviert uns und wir hoffen auf ein gutes Wahlergebnis.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img src="https://yyni.de/wp-content/uploads/2025/11/YSENBURGER_7_Seiten_1080x1350-1024x183.jpeg" alt="" class="wp-image-4317"/></figure>
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<p>Angeführt wird die Liste DIE YSENBURGER! von uns beiden,  <strong>Kati Conrad</strong> und <strong>Oliver Hatzfeld</strong>.</p>
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<p>Auf&nbsp;Platz 3&nbsp;folgt&nbsp;<strong>Kathrin Perwein</strong>, durch und durch Neu-Isenburgerin mit Wurzeln in Zeppelinheim. Als Expertin für Nachhaltigkeit arbeitet sie bei einem großen Neu-Isenburger Energieversorger. Ein sehr bekanntes Gesicht findet sich auf&nbsp;Platz 4:&nbsp;<strong>Stefan Werner</strong>&nbsp;war bis zu seinem Ruhestand Fachbereichsleiter für Brandschutz bei der Stadt Neu-Isenburg und engagiert sich seit vielen Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr. <strong>Michael Schnarr</strong>&nbsp;auf&nbsp;Platz 5&nbsp;bringt kommunalpolitische Erfahrung mit – in seiner früheren Heimatstadt Gedern war er Fraktionsvorsitzender einer freien Wählergemeinschaft.</p>
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<p>Auch auf den Plätzen 6 bis 15 finden sich sehr engagierte Neu-Isenburger. <strong>Rachel Bock-Copley</strong> tanzt bei der ‘Schwarzen Elf’ und singt bei den ‚Melodias‘ – nun sehen und hören wir sie vielleicht bald im Stadtparlament. <strong>Philipp Kümmerle</strong>&nbsp;und sein Geschäft in der Fußgängerzone kennt in Neu-Isenburg wahrscheinlich fast jeder. Er engagiert sich zudem in der IG City und in der Johannesgemeinde. Kulturmanagerin&nbsp;<strong>Martina Fritz</strong> ist Vorstandsmitglied im Verein INK. Ihr liegt besonders das geplante Kultur- und Bildungszentrum am Herzen. <strong>Werner Fischer</strong>&nbsp;verfolgt das politische Geschehen in Neu-Isenburg seit Jahren. Der Diplom-Ökonom im Ruhestand war Vertriebsleiter einer großen Tageszeitung und möchte sich nun selbst aktiv einbringen. Für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Gravenbruch möchte sich Industriekauffrau und Sommelière&nbsp;<strong>Anette Schramm</strong>&nbsp;einsetzen.</p>
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<p>Wer sich beim Neu-Isenburger Lauftreff sportlich betätigt, hat garantiert schon <strong>Ivonne Röttig</strong> kennengelernt, die seit ihrer Kindheit in Neu-Isenburg lebt und der die Entwicklung unserer Stadt seitdem am Herzen liegt. Auch <strong>Martin Heyne</strong> ist vielen bekannt. Der Administrator der Facebookgruppe für Zeppelinheim möchte sich für die Interessen seines Stadtteils stark machen. <strong>Hendrik Spies</strong> ist das jüngste Mitglied der Gruppe. Er hat im vergangenen Jahr Abitur gemacht, absolviert derzeit eine Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer und ist im Vorstand des Vereins INK aktiv. Wer schon einmal herzlich in ‚Annies Stübchen‘ in der Bahnhofstraße empfangen wurde, kennt&nbsp;Gastronomin <strong>Anita Martin</strong>, die ebenfalls ihre Ideen für Neu-Isenburg beisteuern möchte. Experte für Digitalisierung, Smart City und Künstliche Intelligenz ist <strong>Thomas Rost</strong>. Bis 2024 war er Smart City Manager der Stadt Neu-Isenburg.</p>
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<p>Wie Ihr seht, sind wir sehr breit aufgestellt, was Alter, Beruf und ehrenamtliches Engagement betrifft. In dieser Vielfalt sehen wir einen großen Vorteil für unsere Arbeit.</p>
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<p>Bei einer Mitgliederversammlung am&nbsp;2. November&nbsp;wurde die Liste der YSENBURGER! einstimmig beschlossen. Darauf sind wir stolz, und wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit. Auch nach der Wahl möchten wir mit der ganzen Gruppe weiter zusammenarbeiten.</p>
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<p><em>[Kati Conrad, Oliver Hatzfeld]</em></p>
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<p></p>
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